Wilhelm-Busch-Schule
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Das Krokofil in der Wilhelm-Busch-Schule

14.05.2019

Das Krokofil in der Wilhelm-Busch-Schule 

Eine ungewöhnliche Lesestunde mit dem Kinderbuchautor Armin Pongs konnten die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Schule genießen. Nach Jahrgängen getrennt lauschten je 3 Klassen des 1. bis 4. Schuljahres muchsmäuschenstill den Geschichten des freundlichen Krokofils. Denn eine Abmachung war, die Kinder mussten so leise sein, dass sie in der Aula die Heizung summen hören konnten. Weiterhin legte sich der Autor die Regel auf, dass er laut und deutlich reden müsse und wenn er Krokodil statt Krokofil sagt, müsse er zehn Liegestütze machen. Gebannt hingen die Kinder an den Lippen des Vorlesers Pongs, der mit gekonnter Mimik, Gestik und melodischer Stimme die Kinder und auch die Lehrerinnen in den Bann zog. Die Suche nach Krokofils Freundin Prinzessin Anna-Lucia gestaltete Armin Pongs, der Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften studiert hat, so einfühlsam und ausdrucksstark, dass jeder vermutete, hinter der spontan geöffneten Küchentüre tauchen gleich tatsächlich die Figuren aus den Büchern auf. Im Vorfeld hatten die Musiklehrerinnen mit den Kindern schon einmal das Lied „Lesemillionär“ eingeübt, welches begeistert von den vielen grün gekleideten Zuhörern mitgesungen und getanzt wurde. „Wer viel liest, der wird reich an Bildern im Kopf“, davon erzählt das Lied. Auf eindrückliche Art und Weise vermittelte Pongs den Kindern die Wichtigkeit des Vorlesens und Lesens für die Entwicklung der Fantasie. Er gab den Schülerinnen und Schülern das Versprechen wiederzukommen, wenn sie versprachen, nicht mehr so viel Fernzusehen und Computerspiele zu spielen und stattdessen häufiger zu lesen. Als Motivation erhielt jede Klasse noch eine Lesemuschel und jedes Kind einen Mondstein. Aber trotzdem musste der Kinderbuchautor zum Abschluss noch sportlich werden, denn natürlich hatte er sich beim Vorlesen verlesen und absolvierte mit der Unterstützung von vielen Freiwilligen die angekündigten Liegestütze.

Bei seinem zweiten Besuch brachte Armin Pongs zur Unterstützung den Erfolgsproduzenten Dave Anderson mit, aus dessen Feder auch die Lieder aus dem Buch „Krokofil und seine Musikanten“ stammen. Mit einer Melodika faszinierte er auch gleich die Kinder und zeigte ihnen kurz, wie man mit einem solchen tragbaren Instrument umgehen kann. Die Kinder stimmten dann auch lautstark das bekannte Lied des „Lesemillionärs“ an und ließen sich schnell wieder von Armin Pongs nach den bekannten Regeln in das Land der Fantasie und eigenen Bildern entführen. Erzählt wurde die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten, denn Krokofil wollte herausfinden, wie die Geschichte von Hahn, Katze, Hund und Esel weitergegangen ist. Also machte es sich mit seinen Freunden Biber-Bernd, Frechdachs und Brillen-Bär auf den Weg, um sie zu besuchen. Den aufmerksamen Kindern entging dabei nicht, dass viele Elemente bekannter Märchen in der Geschichte vorkamen. Die musikalische Untermalung mit mitreißenden Liedern, wie der „Marsch der Silberknöpfe“ und der „Traumländer“ waren eine willkommene und eindrucksvolle Abwechslung zu der stillen und dennoch packenden Vorlesezeit.

 „Musik ist die Sprache der Welt, ein Instrument zu lernen ist wichtig“, betonte Armin Pongs immer wieder. Einen besonderen Hörauftrag gab es für die Schülerinnen und Schüler bei dem Lied „Grün“. Sie sollten sich fünf verschiedene Grüntöne merken, die besungen wurden. Gar keine so leichte Aufgabe bei Wortkreationen wie tannenwald-, kopfsalat-, laubfrosch-, blattspinat-, jade-, gras-, gift-, pistazieneis- und moosgeflechtgrün. Je ein Vertreter oder eine Vertreterin der einzelnen Klassen gewann durch die Aufzählung der geforderten Grüntöne eine zusätzliche Lesemuschel für die Klasse. Die Kinder lösten diese Aufgabe mit Bravour. Natürlich verlas sich der Kinderbuchautor Pongs wieder einmal und musste Liegestütze absolvieren. Zum Schluss erinnerte er noch einmal die Kinder weniger fernzusehen und Computerspiele zu machen. „ Lesen und Schreiben ist die Eintrittskarte für ein tolles Leben“ gab er dann seinen kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern noch zusammen mit einem kleinen Bimsstein, der auch Tintenfinger wieder sauber macht, auf den Weg.

Zum Abschluss seines Besuches an der Wilhelm-Busch-Schule begeisterte Armin Pongs etwa 40 Schüler*innen in einer Schreibwerkstatt. Er diktierte zunächst den Kindern den Anfang einer Geschichte, welche sie dann weiterschreiben sollten. Zuvor überlegte man gemeinsam, wie es weitergehen könnte, worauf man achten muss und welche Personen oder Schlüsselwörter unbedingt in der Fortsetzung vorkommen müssen. Zur Unterstützung der Schreibmotivation konnte sich jedes Kind eine Muschel an das Ohr halten, um so weitere Ideen aus ihrem Inneren zugeflüstert zu bekommen. Eine weitere Motivation um eine lange Geschichte zu schreiben, war die zusätzliche Ankündigung eines Wettbewerbes. Wer mehr als sieben Seiten zu Papier brachte, konnte seine Geschichte abtippen und bei ihm einreichen. Den Gewinnern winkt dann eine Einladung zu Armin Pongs nach Hause an den Chiemsee und bei schönem Wetter mit einer zusätzlichen Ballonfahrt. Es entstanden viele schöne, fantasievolle und lange Geschichten. Wir können also auf ein Fundament aus potentiellen Lesemillionären bauen und vielleicht hat sich hier so manches Kind auch Gedanken über die spätere Berufswahl gemacht.

    


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