Wilhelm-Busch-Schule
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"Wer still sein muss, verliert seine Stimme" - Operndiva in der WBS

16.03.2012

„Wer still sein muss, verliert seine Stimme“ - Operndiva in der Wilhelm-Busch-Schule

Geht auf der Bühne viel schief? Wie lange muss man als Opernsängerin täglich üben? Was fühlt man, wenn man vor 2.000 Menschen an der Metropolitan Opera in New York singt? Können Sie ein Glas zersingen? Das fragten rund 150 Schüler der Wilhelm-Busch-Grundschule in Ratingen Hösel am Freitag, 16. März 2012, die Opernsängerin Alexandra von der Weth. Und die stand begeistert
Rede und Antwort.
 
Alexandra von der Weth gehört zu den bekanntesten und besten Opernsängerinnen Deutschlands. Sie sang nach ihrer Ausbildung sowohl in Düsseldorf als auch in Wien, Chicago und an der Metropolitan Opera in New York. Im Rahmen der Wilhelm-Busch-Gespräche hatte die Schule die mehrfach ausgezeichnete Sängerin jetzt zu Gast.
 
Die Kinder erfuhren dabei zum Beispiel, dass die erste Oper in Düsseldorf aufgeführt wurde – 1585 und zur Freude des damaligen Kurfürsten. „Oper war ursprünglich etwas für die Ungebildeten“, erklärte Alexandra von der Weth. Darin wurden Geschichten für diejenigen erzählt, die nicht lesen konnten. Damals war es deshalb auch enorm wichtig, dass der Text verständlich vorgetragen wurde. Heute wird Stimme als Instrument verstanden.
 
„Kann jeder Oper singen?“, fragten die Schüler. Eigentlich ja, meint Alexandra von der Weth. Aber weil durch Erziehung und das stete Ermahnen von Eltern und Lehrern die Kinder immer nur lernten, still zu sein, würden viele Menschen ihre ursprüngliche Stimmkraft verlieren. „Singen und auch gerade der Operngesang ist sehr viel näher am ursprünglichen Schreien eines Menschen als an der zivilisierten Sprache.
 
„Muss man viel üben?“, wollten die Schüler weiter wissen? „Als Opernsängerin darf man jeden Tag nur etwa eine Stunde üben, sonst ist das zu anstrengend für die Stimme“, antwortete von der Weth.  „Da haben wir es besser als die Klavierspieler, die jeden Tag vier bis sechs Stunden üben müssen.“ Stimme ist ohnehin eine Gabe, die gut gepflegt werden muss. „Es gibt wenig gute Stimmlehrer. Ich hatte im Studium wenig Glück und musste danach meine Stimme erst richtig aufbauen“, sagt von der Weth.
 
Auch später hatte sie Schwierigkeiten: Eine Krankheit hatte sie zurückgeworfen und ließ ihre Stimme versagen. Statt aufzugeben suchte sie die Ursachen des Stimmverlusts - und wurde fündig. Heute singt sie erneut die großen Partien und gründete das Institut für Stimmbildung und Sprechtraining. Dort wendet sie das an sich selbst Gelernte an, um Menschen nicht nur die Stimme wiederzugeben, sondern auch sich über Stimme zu entwickeln und zu behaupten.
 
Für die Schüler war der Besuch der Operndiva ein großes Ereignis. Intensiv wie selten hatten sie sich auf die Gespräche vorbereitet – auch weil Singen in der Wilhelm-Busch-Schule einen hohen Stellenwert hat. Vor allem aber, weil es den Kindern enormen Spaß machte, sich mit dem Thema Oper und Gesang zu beschäftigen. Der Spaß färbte auch auf den Gast ab: „Ich habe mich sehr gefreut, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei waren – und wie viel sie über das Thema bereits wussten“, sagte von der Weth.
 
Die Wilhelm-Busch-Gespräche finden an der Schule in unregelmäßigen Abständen statt. "Wir holen Experten von außen in die Schule und regen so das Lernen an", sagt Schulleiterin Iris Pakendorf. "Das ist für die Schüler natürlich immer ein Ereignis, das lange nachhallt - und den Stoff festigt."
 
Ein Glas zersingen könnte Alexandra von der Weth auch: „Es müsste aber genau die Eigenfrequenz haben, auf die ich singen könnte. Das ließe sich anfertigen – im realen Leben aber sind solche Gläser nur sehr selten zu finden.“

Mehr Informationen zu Alexandra von der Weth beim: Institut für Stimmbildung und Sprechtraining

 




 


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